Garagenbau, Norddeutschland – 6 Stellplätze für Liebhaberautomobile…

Bündig und kaum sichtbar: Die Garagentore sind in die Holzverschalung integriert und erzeugen so den Eindruck einer geschlossenen, weißen Fläche.

Steinhagen, September 2011. Diese Garage sollte kein rein funktionaler Bau werden. Für einen Autoliebhaber plante das Büro D:4 Architektur einen Neubau, der hohen ästhetischen Ansprüchen gerecht wird und sich harmonisch in ein bestehendes Gebäude-Ensemble und die norddeutsche Landschaft einfügt.
Die Bauaufgabe klang für das Team von D:4 Architektur zunächst überraschend, sind doch Garagen allenfalls ein Nebenschauplatz im täglichen Planungsgeschäft. Bei näherer Betrachtung jedoch hat die Anfrage des Bauherrn durchaus ihre Logik: eine konventionelle Reihengarage für fünf bis sechs Fahrzeuge wäre in der weiten Wiesenlandschaft Niedersachsens mit ihren locker gesetzten Wohnhäusern ein ärgerlicher und banaler Fremdkörper, der die Lebensqualität nicht gerade heben würde. Gefordert war daher eine Lösung, die in das bestehende Ensemble des Wohnhauses und eines – ebenfalls von D:4 geplanten – kleinen gläsernen Pavillons einfügt. Mit der Idee, die Garage etwas abgerückt vom Wohnhaus und als eigenständigen Bau zu positionieren, entstand ein Ort des Ankommens, der etwas von der meditativen Ausstrahlung fernöstlicher Gärten in sich trägt. Das langgestreckte, flache Gebäude bietet alle geforderten Funktionen (6 Stellplätze mit Lager) und integriert sich in die örtliche Umgebung. L-förmig stehen im Wechsel Ziegelwände und weiße Wände mit Holzverschalungen. Die Garagentore sind oberflächenbündig in Verschalungsflächen integriert und dadurch kaum sichtbar. Langformatige Ziegel und das auskragende Dach unterstützen das horizontale Bild. Schmale Fensterbänder und ein langes Dachfenster schaffen im Inneren ausreichend Tageslicht. So entsteht mit wenigen Kunstgriffen eine überraschende Umgebung für die Fahrzeuge, fernab vom Charme üblicher Garagen.
Bauherr: Privater Bauherr
Büro: D:4 Architektur
Größe: ca. 125 m²
Baujahr: 2010
Torlösungen: 3 Hörmann Sectional-Tore ALR 40 mit bauseitiger Beplankung
Tageslicht: Durch die schmalen Lichtbänder und ein langes
Dachfenster gelangt ausreichend Helligkeit. Das auskragende Dach unterstützt das horizontale Bild des Garagenbaus.
Vorderseite: Im eigenständigen Bau wechseln sich L-förmige
mit Holz verschalte und Ziegelwände ab.
Stellplätze: Hinter den drei Hörmann Industrietoren, die bauseitig mit einer Verschalung versehen worden sind, ist Platz für
6 Liebhaberfahrzeuge.

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